Press
Frachtdienst / APR 2008

SENATOR LINES: Die Nische als Erfolgsfaktor

Die Schifffahrtsbranche verzeichnete in diesem Jahr sicherlich ein bewegtes erstes Quartal, was neue Entwicklungen in der Branche angeht, wenn man beispielsweise auf Maersk oder auch das deutsche Traditionsunternahmen Hapag Lloyd schaut, aber auch ein verhaltenes, wenn man die allgemeine Ratenentwicklung und Auslastungszahlen der Schiffe betrachtet.

Die Bremer Reederei SENATOR LINES blickt jedoch zufrieden auf ein erfolgreiches erstes Quartal 2008 zurück und konnte eine im Markt überdurchschnittliche Auslastung aufweisen und damit die gesteckten Erwartungen nach einem profitablen und erfolgreichen Geschäftsjahr 2007 erfüllen.

War die deutsche Container-Reederei Anfang 2007 noch aufgrund ihrer Umstrukturierungsmaßnahmen in die Schlagzeilen geraten, kann sie in diesem Jahr die Früchte dieser Maßnahmen ernten – während nun die „Großen“ der Branche nachziehen und ähnliche Restrukturierungsmaßnahmen ankündigten.

„Unsere Struktur mit einem zentralisierten Lines Management von Bremen aus und die insgesamt schlankeren Entscheidungsstrukturen sowie eine klare Aufgabenverteilung, ermöglichen uns sehr schnelle Entscheidungsprozesse und eine umgehende Reaktion auf neue Entwicklungen im Markt“, erläutert Hans-Hermann Mohr, CEO bei Senator Lines, die Erfolge des „Concept 2007“. „Dadurch konnten wir bereits im vergangenen Jahr sehr gute Ergebnisse bei der Auslastung unserer Schiffe erreichen - auch auf den ostgehenden Reisen – sowie, trotz der steigenden Preise im Markt, stabile Nebenkosten.

„Unser Erfolg und die vollen Schiffe beruhen vor allem auch auf der Tatsache, Qualität trotz engerer Margen unverändert hoch zu bewerten, so z.B. durch effizientes Slotmanagement auch in Hochzeiten „Roll-Over“ zu vermeiden, aber auch durch einen veränderten Marketingansatz Kostenstrukturen positiv zu beeinflussen, ergänzt Jens Philippi, Director Commercial Management bei Senator. Weiterhin seien die überdurchschnittlich schnellen Reaktions- und Antwortzeiten auf Kundenanfragen und Buchungen sowie die Umsetzung von individuellen Transportlösungen besonders hervorzuheben.

Auch im ersten Quartal ist ein weiterer Aufwärtstrend zu erkennen und die Bremer Reederei liegt „voll auf Kurs“. Doch wo soll es langfristig hingehen? In der nahen Zukunft bleibt man in Bremen in der Zielsetzung bescheiden und setzt auf die weitere Konsolidierung und Stabilisierung von Strukturen, Ergebnissen, Diensten und der Marktposition sowie deren permanente Anpassung an aufkommende Entwicklungen und neue Tendenzen unter Beibehaltung der hohen deutschen Qualitätsstandards.

Langfristig jedoch verfolgt Hans-Hermann Mohr mit SENATOR LINES durchaus ehrgeizige Ziele und will die Marke in den kommenden fünf Jahren als konkurrenzfähigen europäischen Seefracht-Carrier positionieren. „Wir möchten unseren Fokus besonders auf die Ausweitung unserer Fahrtgebiete und Dienste in den Nischenverkehren legen, um ein ausgeglichenes Unternehmensportfolio zu erreichen. Langfristig sollen diese anteilig bei etwa 50% unserer Handelsverkehre liegen“, so der CEO der Bremer Reederei.

Auf mögliche neue Dienste und Fahrtgebiete angesprochen, erläutert Mohr, dass das Lines Management bei SENATOR permanent potentielle neue Ideen und Projekte prüfe und ausarbeitet, die dann einer weiteren Prüfung unterzogen würden. „Natürlich hängen diese Projekte von den weiteren Entwicklungen der individuellen Märkte des jeweiligen Fahrtgebietes sowie von Charterraten und der weiteren Nebenkostenentwicklung ab“, präzisiert der Chef von SENATOR weiter.

Neben den am Jahresende 2007 in den Fahrplan aufgenommenen zwei neuen Dienste, den China - North Europe Express Service CNX sowie den Far East – Middle East Service FMS, verkündete SENATOR LINES kürzlich den Re-Launch ihrer Unternehmens-Webseite (www.senatorlines.com) sowie die Zusammenarbeit mit der Schweizer Schifffahrtsagentur cto Shipping.

Die Bremer Container-Reederei wird ab April im Alpenland von der Basler Agentur cto Shipping vertreten, die über 32 Jahre Erfahrung in der Schifffahrt verfügt und nun die Geschicke von SENATOR LINES in diesem Teil Europas lenken und eine gesteigerte Präsenz des Seefracht-Carriers erreichen soll.

„Europa ist unser Dreh- und Angelpunkt als deutsches Unternehmen.“ Fast alle Dienste von SENATOR starten in Europa, seien es die zahlreichen Services nach Fern- und Mittelost oder die sogenannten „regionalen“ Dienste nach Südamerika oder auch Kanada.

Dort feiert SENATOR im Übrigen zwei Neuerungen:

Am 21. Mai wird mit der „Montreal Senator“ ein neues SENATOR LINES Schiff seinen Dienst im Mittelmeer-Canada Dienst MCS aufnehmen. Der in diesem Fahrtgebiet einmalige MCS läuft mit zwei unterschiedlichen Hafenrotationen, den sogenannten Loop A und Loop B, und verbindet so eine Vielzahl von Mittelmeerhäfen mit Kanada. Die kürzlich eingecharterte „Montreal Senator“ ersetzt die bisherige „Canada Senator“ auf Loop A zwischen Gioia Tauro, Salerno, Genua, Fos, Montreal und Gioia Tauro und wird am 5. Juni erstmals in Montreal eintreffen.

Mit der etwas größeren Kapazität von 2,130 teu und dem wesentlich besseren Leistungsvermögen von 20 Knoten verspricht man sich beim Bremer Traditionsunternehmen SENATOR LINES eine verbesserte Servicequalität im Mittelmeer-Canada Dienst.

“Die Canada Senator, die momentan auf dem MCS läuft, verfügt nur über eine Maximalgeschwindigkeit von 18,5 Knoten. Das bedeutet, dass wir durch die Kapazitätssteigerung sowie durch die wesentlich höhere Maximalgeschwindigkeit der Montreal Senator merklich flexibler sind in unseren Transitzeiten und Zeitfenstern in den Häfen. Wir erwarten deshalb eine nochmals erheblich gesteigerte Fahrplantreue“, erläutert Mark Ehlers, Direktor des Operativen Managements bei SENATOR LINES.

Außerdem feiert SENATOR LINES im April ein kleines Jubiläum in Kanada: Vor 15 Jahre wurde die Dependance in Montreal eröffnet und seither sind die Bremer aus dem Kanada-Handel kaum noch wegzudenken – und genau auf diese langjährigen Erfahrung in regionalen „Nischemärkten“ will SENATOR in Zukunft setzen und dabei seine gesteckten Ziele erreichen, sich als renommierte europäische Container-Reederei weiter zu etablieren.

Bitte klicken Sie here für den vollständigen Artikel als PDF. / Please click here for the entire article as a pdf file.